Lonza

Die frühzeitige Implementierung der Bioprozessplattform von IDBS verschafft Lonza Biologics einen Wettbewerbsvorteil

Die proaktive Verwendung der E-WorkBook Suite von IDBS sorgt für kontinuierliche Verbesserung in Forschung, Entwicklung und dem operativen Geschäft

Lonza Biologics ist Teil des schweizerischen Chemie- und Pharma-Riesen Lonza. Als Auftragsunternehmen für die Entwicklung von Biopharmazeutika (CDO - Contract Biologics Development Organization) muss das Unternehmen äußerst wettbewerbsfähig bleiben. Dies erreicht Lonza Biologics durch einen beständig hochwertigen Kundenservice bei gleichzeitiger Minimierung der Betriebskosten und Optimierung der Arbeitsabläufe. Das „Right-First-Time-“Prinzip der erfolgreichen Umsetzung von Anfang an ist bei Lonza Biologics gelebte Unternehmenskultur.

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Herausforderung: Kontinuierliche Verbesserung der Geschäftstätigkeit für dauerhafte Vorreiterschaft im Wettbewerb

Die Herausforderung

Lonza Biologics ist Teil des schweizerischen Chemie- und Pharma-Riesen Lonza. Als Auftragsunternehmen für die Entwicklung von Biopharmazeutika (CDO - Contract Biologics Development Organization) muss das Unternehmen äußerst wettbewerbsfähig bleiben. Dies erreicht Lonza Biologics durch einen beständig hochwertigen Kundenservice bei gleichzeitiger Minimierung der Betriebskosten und Optimierung der Arbeitsabläufe. Das „Right-First-Time-“Prinzip der erfolgreichen Umsetzung von Anfang an ist bei Lonza Biologics gelebte Unternehmenskultur.

Unsere Vision war es, alles elektronisch zu erfassen und eine Wissensquelle für kontextreiche Daten zu schaffen, die wir sinnvoller nutzen sowie besser durchsuchen und wiederverwerten können. Wir wünschten uns eine Lösung für eine verbesserte Datenqualität und -genauigkeit mit möglichst wenigen Übertragungsfehlern. Außerdem wollten wir potenziell kostenintensive Abweichungen in unserer Arbeit vermeiden - und nicht nur entdecken können. Unsere Ziele waren sehr ehrgeizig, denn letztlich wollten wir damit die operative Leistungsfähigkeit in unseren Geschäftstätigkeiten und dem gesamten Unternehmen optimieren“, erläutert Marc Smith, Project Team Leader of Knowledge Management Systems.

Verstärkte Kundenbindung

Die enge Zusammenarbeit mit seinen Kunden ist für das Geschäft von Lonza Biologics ein wesentlicher Faktor. Das Unternehmen muss die anspruchsvollen, aus vielen Schritten bestehenden Prozesse von der frühen klinischen Entwicklung bis zur gesamten Herstellung verstehen und abwickeln können, um die Kundenanforderungen zu erfüllen. Die Kunden haben steigende Erwartungen an die Verfügbarkeit von Daten und die schnelle Durchführung von Datenanalysen. Vor diesem Hintergrund war es Lonza Biologics bewusst, dass es mit den bestehenden papierbasierten Abläufen und den isolierten Systemen immer schwieriger werden würde, die Kunden zufriedenzustellen.

Uns war klar, dass wir mit einem elektronischen System viel Zeit einsparen, Fehler reduzieren und die Zusammenarbeit verbessern konnten. Außerdem waren wir bestrebt, die Anforderungen unserer Kunden an Qualität, Geschwindigkeit und kooperative Zusammenarbeit zu antizipieren. Höchste Priorität hatte für uns, einen Lösungsanbieter zu finden, der unser Geschäft verstehen würde und zugleich die Erfahrungen unserer Kunden in der Zusammenarbeit mit uns verbessern könnte“, erklärt Marc Smith.

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Lösung: Die Bioprozessplattform von IDBS bietet die größte Flexibilität für die Entwicklung von Biopharmazeutika

Die Entwicklung von Biopharmazeutika erfordert Flexibilität

Lonza Biologics benötigte für seine wissenschaftlichen Daten und seine Prozessdaten solide elektronische Rahmenbedingungen. Das Unternehmen entschied sich für eine bereichsorientierte Methode der Lieferantenauswahl mit gründlicher Bewertung und Ermittlung der Fähigkeiten der Lieferanten, die Entwicklung von Biopharmazeutika und Bioprozessen zu unterstützen. Eine Reihe von Lieferanten wurde interviewt, drei in die engere Auswahl genommene Lieferanten wurden eingeladen, ihre Produkte zu präsentieren und an einem Gespräch am runden Tisch teilzunehmen.

IDBS beantwortete unsere Fragen zuverlässig und souverän.“ Das auf der E-WorkBook Suite basierende Bioprocess Execution System von IDBS ist sehr gut auf das Entwicklungsumfeld biologischer Präparate angepasst, denn seine Flexibilität ermöglicht eine spontane Entwicklung. Andere Anbieter haben versucht, ihre ansonsten „festen“ Workflows variabler zu gestalten, doch das Ergebnis wirkte allzu starr und nicht so sauber oder glatt wie die Methode von IDBS. Nach fast drei Jahren der Arbeit mit IDBS bin ich fest davon überzeugt, dass IDBS die beste Lösung für die Entwicklung von Biopharmazeutika und Bioprozessen zu bieten hat“, erläutert Marc Smith.

Der wichtigste Schritt

Der wichtigste Schritt ist nach Ansicht von Marc Smith, die Anforderungen wirklich zu verstehen. Es bedarf für ihn einer großen Fähigkeit, die tatsächlichen Arbeitsmethoden von Wissenschaftlern zu begreifen und in ein System zu übertragen, das sie bei ihren Tätigkeiten unterstützt und gleichzeitig ihre Forschung und ihre Erkenntnisse verbessert. Im Wesentlichen geht es für ihn darum, diejenigen Wissenschaftler zu schulen, die mit Vergleichen und dem Erstellen von Dokumenten beschäftigt sind.

Mit seinen Erfahrungen und Fachkenntnissen im Bereich Biopharmazeutika verfügte IDBS über ideale Voraussetzungen zur Umsetzung dieses Projekts. In der Kooperation mit IDBS konnte Lonza Biologics eine Reihe elektronischer Workflows zur Abbildung von Prozessen implementieren, die intern durch Standardbetriebsabläufe (Standard Operating Procedures, SOP) definiert worden waren. Diese Standardbetriebsabläufe sind für Lonza Biologics ein wesentliches Differenzierungsmerkmal, mit dem das Unternehmen in weiten Bereichen Wertschöpfung erzielen kann.  Mit Workflows, die den Wissenschaftlern Flexibilität bieten, ohne die Prozesssteuerung dort, wo sie benötigt wird, zu beeinträchtigen, fügt sich die Lösung von IDBS hervorragend in die vorhandenen Standardbetriebsabläufe von Lonza Biologics ein. Die Qualitätssicherung (QS) wird durch geringere Fehlerquoten und weniger Abweichungen erheblich verbessert. Gutachter müssen nicht mehr nach Fehlern und Abweichungen suchen, da diese automatisch gekennzeichnet werden.

Die größte Herausforderung

Unsere Wissenschaftler mussten an ihren Kundenprojekten weiterarbeiten, daher nutzten wir jede freie Minute, um Zeit mit ihnen zu verbringen. Die in der Frühphase von ihnen eingebrachten Anregungen waren für den Erfolg der Implementierung unerlässlich, da wir diese äußerst wichtigen Anforderungen erfassen mussten. Ansonsten wäre es nicht möglich gewesen, sinnvolle Workflows einzurichten und wirkungsvoll zu testen. Wir haben schließlich eine „agile“ Vorgehensweise übernommen, da sich die traditionellen, linearen Projektmanagementtechniken als zu begrenzt und zeitaufwändig erwiesen“, erklärt Marc Smith.

Lonza Biologics investiert noch immer ausgiebig in kontinuierliche Schulungen und die Unterstützung der Anwender mit Einführungskursen, Coaching im Labor, telefonischem Support während der Betriebszeiten, vierzehntäglicher Anwenderunterstützung vor Ort, Online-„Tipps und Tricks“ sowie einem Helpdesk für die elektronische Aufzeichnung von Vorfällen. Ein Wissenschaftlerteam agiert als Fachexperten, die ihren Kollegen in den Laboren hilfreich zur Seite stehen.
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Ergebnisse

Eine neue Realität

Mit der Einführung des Bioprocess Execution Systems konnte Lonza Biologics seine Bioprozessaktivitäten besser integrieren und optimieren. Es kann nun den gesamten Zyklus vom Labor bis zum Abschlussbericht in einem einzigen System verwalten. Die Bereitstellung umfasst Workflows von der Prozessentwicklung bis zu Analysedienstleistungen und unterstützt 300 Anwender an vier Standorten auf der ganzen Welt.

Wir können 10.000 Datenpunkte nun sehr viel einfacher als mit den manuellen, papierbasierten Prozessen und mit Tabellenkalkulationen erfassen und bearbeiten. Die Menschen im Labor sind begeistert davon. Wenn sie einen Bioreaktor laufen lassen, wird automatisch auf alle bisherigen Arbeiten verwiesen. Nach Abschluss des Experiments melden sie sich einfach ab und können weiterforschen - also genau das tun, was sie eigentlich interessiert. Noch vor wenigen Monaten haben wir 20 Untersuchungen pro Monat aufgezeichnet, heute sind es in demselben Zeitraum schon 400. Diese Zahl steigt ebenso kontinuierlich wie die Qualität insgesamt“, erläutert Marc Smith.


Die Endphase

Die größten Auswirkungen durch die Zeiteinsparungen erwartet Lonza Biologics in der Berichtsphase der Projekte.  Berichte, die bis dato zwei Wochen - und in einigen Fällen sogar Monate - dauerten, können nun in wenigen Tagen abgeschlossen werden. Dies ist möglich, da die zumeist über viele Experimente verteilten Ergebnisse automatisch gesammelt und formatiert werden. Die Durchlaufzeit für den zu erstellenden Bericht hat sich daher erheblich reduziert.

Das ist der größte Unterschied zwischen der Lösung von IDBS und anderen Datenverwaltungssystemen wie einem „Aufkleberbuch“ oder elektronischen Laborjournalen (ELN) auf dem Bildschirm. Strukturierte Daten (z. B. experimentelle Bedingungen und Ergebnisse wie Reinheits- und Potenzmessungen) werden parallel zu der wissenschaftlichen Schilderung verwaltet. Die Folge sind zugängliche und durchsuchbare Daten, die in einer Art und Weise aggregiert, analysiert und berichtet werden können, wie es bei dokumentenzentrierten Systemen nicht möglich ist.

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass auch die Erfassung der „strukturierten“ Daten kontrolliert und beeinflusst werden kann. Es ist daher möglich, die Ausführung des Experiments einzubetten und zu steuern. Diese Lösung zur Unterstützung, Verwaltung und Ausführung von Bioprozessabläufen ist sehr viel mehr als ein bloßer Ersatz von Papierdokumenten oder für ein besseres Prozesswissen.

Internes Werben für das Konzept

Nach Ansicht von Marc Smith geht es beim „Verkauf“ des Konzepts für neue IT-Lösungen um das Erkennen der verschiedenen Vorteile für die Mitarbeiter in allen Bereichen des Unternehmens. Eine manuelle Eingabe mancher Daten ist noch immer erforderlich, doch die Daten lassen sich sehr viel einfacher finden und es kommt zu erheblich weniger Fehlern. Die mit der Datenanalyse beschäftigten Personen haben Zugriff auf Daten in einem strukturierten Format, was ihnen sehr viel produktivere und erkenntnisreichere Analysen ermöglicht. Manager können sich schnell über den Stand eines Projekts orientieren, da die dafür relevanten Informationen jetzt einfach über ein Dashboard zugänglich sind.

Wenn ein Kunde in Zukunft bei einem Meeting sehen möchte, wie sich eine Zelllinie entwickelt, können wir ihm das ganz einfach zeigen. Wir freuen uns darauf, bald Systeme miteinander zu verbinden und Daten mit unseren Kunden besser austauschen zu können. Rückblickend würde ich sagen, ging es bei diesem Projekt in erster Linie um das Informationsmanagement - den Austausch von Ideen und Meinungen - und nicht so sehr um das Wissensmanagement, das auch weiterhin Sache der Wissenschaftler ist. Es ist noch etwas früh für ein Resümee, aber man kann jetzt schon sagen, dass wir hervorragende Ergebnisse erzielen. Und wir erwarten uns noch sehr viel mehr davon", erklärt Marc Smith.

Vorteile

  • Erfassen kontextreicher Forschungs- und Entwicklungsdaten, die sich sinnvoller nutzen, besser durchsuchen und wiederverwerten lassen
  • Die Datenqualität wird verbessert, Fehler werden vermieden
  • Sowohl Geschäftsprozesse wie einzelne Arbeitsschritte werden optimiert

Informationen zu Lonza Biologics

Lonza Biologics ist der Geschäftsbereich für biologische Auftragsentwicklung des Schweizer Chemie- und Pharma-Riesen Lonza, dem Weltmarktführer für Zelltherapie und aktive pharmazeutische Inhaltsstoffe für chemische und biologische Anwendungen. Lonza Biologics bietet eine kundenspezifische Entwicklung und Herstellung bis hin zur Produktion in kommerzieller Größenordnung in den Bereichen Biopharmazeutika, Kosmetik, Ernährung sowie Anwendungen für industrielle Biotechnologie und Tiergesundheit. Außerdem betreibt Lonza Biologics eine eigene Forschung und Entwicklung (F&E), um die Innovationskraft der eigenen Prozesse dauerhaft zu gewährleisten. Lonza beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter und betreibt weltweit 45 Produktionsanlagen und F&E-Einrichtungen.

www.lonza.com